True Story

Während nach dem Studium viele Kommiliton*innen mit ihrem Ersparten eine Backpackerreise gemacht haben, habe ich es in die ersten zwei Paletten Bio-Ingwerlikör gesteckt.

Dabei fing die Story des Ingwerlikör ganz unspektakulär an. Meine Mutter schenkte bei Besuchen den selbstgemachten Ingwerlikör aus (siehe Tonflasche im Bild). Ein Rezept einer Freundin, das sie so lange verfeinerte, bis keiner der Ingwerfreund*innen mehr davon lassen konnte.

In der Silvesternacht 2000 leerten dann wiederum meine Freund*innen den gesamten Vorrat meiner Eltern. Danach kam immer wieder derselbe Satz:

„Den müsste man eigentlich professionell produzieren.“

Die Möglichkeit, diese Idee auszuarbeiten, ergab sich dann während meines Studiums. 2008 besuchte ich an der FH Mainz eine Informationsveranstaltung des IUH, das Institut für unternehmerisches Handeln. Nach einem Austausch mit dem leitenden Professor, der über meine Idee schmunzelte, war ich der erste Student, der das Förderprogramm in Anspruch nahm. Der Anfang der sprichwӧrtlichen Schnapsidee war damit gemacht.

2012 absolvierte ich am IFGB in Berlin den Destillateuraufbaukurs. Dort lernte ich Georg Glitz-Ehringhausen kennen. Seine Schwester Theres und er bauten zu diesem Zeitpunkt die Brennerei ihres Großvaters wieder auf und boten mir an, den Likör zukünftig für mich in Lohnauftrag zu produzieren. Aus dieser Begegnung wurde ein freundschaftliches Verhältnis, das bis heute hält.

Über die Kölner Gastro- und Kulturszene lernte ich Björn Rausch und Parissa Charghi kennen — die beiden schufen das Design, das GINGER CAT bis heute trägt. Ende 2012 wurde die Katze mit einer Party in der ArtyFarty in Köln offiziell gelauncht. In den darauffolgenden Monaten und Jahren fand die Katze ihren Einzug in diverse Restaurants, Bars, Cafés, Boutiquen und den LEH...in Köln, aber auch über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus.

Ein beruflicher Umweg, der mich einige Jahre kostete, warf die Entwicklung der Katze leider zurück. Und dadurch, dass es privat besser lief und ich Vater wurde, hatten sich die Prioritäten verschoben.

Aber die Katze blieb, Christian Kaesbach stoß zum Team dazu und im Brainstorming zur Zukunft der Katze wurde klar, dass es ein neues Konzept benötigt, eine Weiterentwicklung.

Das Feedback ging in eine ähnliche Richtung: geschmacklich super, aber 30 % vol. waren zum puren Genießen zu viel und zum Mixen zu wenig. Also wurden zwei Charaktere daraus:

GINGER CAT auf 20 % vol. reduziert — für den puren Moment, den Digestif, die leichten Drinks.

GINGER TIGER neu geboren mit 40 % vol. — für alle, die es kraftvoll mögen und wissen, was es für geschmackvolle, intensive Drinks braucht.

Zwei Liköre. Eine Familie.

True story - die 2000 in der Küche meiner Eltern begann.

Meet the cats